Das erste anna4mama-Baby:
Die Hypnobirthing-Geburt einer 2fach-Mama 

Nachdem ich mich bei meiner ersten Geburt nicht sehr wohl und dem Geburtsystem ziemlich ausgeliefert fühlte, wollte ich für meine zweite Geburt einiges anders machen. Ich nahm mir vor, mich dieses Mal intensiv auf die Geburt vorzubereiten, ich las mich in die Techniken des Hypnobirthing ein und hörte auch zum ersten Mal von der Möglichkeit eine Doula mit zur Geburt zu nehmen. So bin ich dann irgendwie zufällig auf Anna (anna4mama) und ihr ganzheitliches Angebot gestoßen - ihre ruhige empathische Art, ihre lockere und ganz andere Art der Geburtsvorbereitung, ihre Einführung in die Methoden des Hypnobirthings haben mir zu einer sanften und selbstbestimmten Geburt verholfen. Und ich wünschte jede werdende Mama, würde sich mit Anna an ihrer Seite auf die Geburt einstimmen :)

Meine Vorbereitung mit Hypnobirthing

Wie gesagt, habe ich mich schon während meiner Schwangerschaft intensiv mit Hypnobirthing beschäftigt. Ich habe Bücher gelesen, Annas mentalen Geburtsvorbereitungskurs besucht, Schwangeren-Yoga gemacht und ab ca. SSW 28 auch täglich die Methoden geübt. Zudem habe ich in einer privaten Sprechstunde mit Anna nochmals meine erste Geburt und damit verbundene Ängste angeschaut. Mein Partner war ebenfalls involviert und unterstützte mich total, was unsere Bindung als Paar unglaublich gestärkt hat.

Meine Geburtserfahrung

Es war ein ruhiger Samstagabend im Dezember. Ich war den ganzen Tag schon etwas unruhig - fast hibbelig - und spürte auch immer mal wieder die ein oder andere Übungswehe. Dennoch habe ich mir nichts anmerken lassen oder größeres dabei gedacht. Wir waren am Morgen noch einkaufen und nachmittags schön auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt. Doch nachdem unsere große am Abend gegen 19.30 friedlich schlummerte, setzten aufeinmal die ersten Wehen ein. Ich war mir irgendwie direkt gewiss, dass nun die Geburt beginnt. Ich habe mich zurückgezogen, habe mir eine ruhige Ecke im Wohnzimmer gesucht - meinen Lesesessel - etwas geträumt, etwas gelesen, auch mal geschlummert und bei jeder Welle fleißig mitgeatmet (Wellenatmung & Ruheatmung im Wechsel). Gleichzeitig habe ich mir zum Beginn der Wellenarbeit meine Lieblingsmeditationen immer mal wieder angehört. Mein Mann war eine ganze Weile nicht involviert. Erst nach 3-4 Stunden Wellen bat ich ihn, mir ein Bad einzulassen. In der Wanne und allgemein in gemütlicher Atmosphäre mit Kerzen und Lieblingsmusik im Bad, konnte ich die Wellen noch besser annehmen. Ich  konzentrierte mich auf meine Atmung und visualisierte immer wieder einen sanften Geburtsverlauf - den ich mir so sehr wünschte. Die Wellen wurden immer heftiger, aber ich  fühlte mich dennoch entspannt und zuversichtlich.

Als die Intensität der Wellen dann nochmal zunahm, erinnerte ich mich an viele Tipps und Worte meiner Hypnobirthing-Lehrerin Anna und wiederholte zudem immer wieder meine positiven Affirmationen. So konnte ich weiter Kraft tanken und mein Körper tatsächlich machen lassen. Ich fühlte mich stark und tief verbunden mit meinem Baby.

Nach weiteren 2 Stunden hielt ich es in der Wanne nicht mehr aus, ich wollte raus. Und kurz darauf fühlte ich mich auch generell zu Hause nicht mehr wohl. Ich bat meinen Mann, seine Mama anzurufen, dass sie kommt und nach unserer großen Tochter schaut. Und wir machten uns in den Ruhephasen zwischen den Wellen für die Fahrt ins Krankenhaus bereit.
Als meine Schwiegermutter eintraf, machten wir uns direkt auf den Weg zur Klinik. Die 20-minütige Fahrt konnte ich mit Meditationen im Ohr und geschlossenen Augen sehr gut verkraften, und wie Anna im Kurs sagte: Auf der Fahrt hat man ja nur 3-4 Wellen und dann ist man schon da - war also trotz der hohen Intensität alles gut auszuhalten und die Meditationen beamten mich sowieso in eine andere Welt.

In der Klinik angekommen, durften wir direkt in den Kreißsaal. Es wurde ein CTG gemacht sowie vaginal untersucht: Yippieh, der Muttermund war bereits bei 7cm. Trotz heftiger Wehen war ich total happy und freute mich, dass die Geburt so gut lief und fühlte mich schon auf der Zielgeraden. Und das waren wir tatsächlich! Nach weiteren knappen 3 heftigen Stunden, in denen ich vom Laufen ins hocken, ins Knien und schließlich aufs Kreißbett wechselte. In denen ich mir bei jeder Welle mit dem Kamm fest in meine Hand drückte und zudem nie meinen konzentrierten Atem verlor. In denen mein Mann mich stützen musste, mich mit Wasser versorgte, mir Gegendruck am Rücken bieten musste, kam plötzlich das Gefühl von tiefem schweren Druck zwischen meinen Beinen auf. Ich spürte, wie unser Baby sich tief in mein Becken drückte und hatte plötzlich den Drang mitzuschieben. In diesem Moment kam auch gerade die Hebamme, sie untersuchte mich erneut und erklärte, dass die Geburt kurz bevorstand, der Kopf wäre quasi da.

Mittlerweile kniete ich auf dem Bett und hielt mich an der Rückenlehne fest. Mein Mann war direkt vor mir und bestärkte mich immer wieder. Das war auch gut, denn gerade in diesem Moment hatte ich mehrmals das Gefühl, dass ich es nicht mehr schaffe und dass ich zerreißen würde. Ich strauchelte. Auch die Hebamme redete mir gut zu und legte mir mehrfach beruhigend die Hand auf.


Schließlich konnte ich meinen inneren Schalter wieder umlegen, ich glaubte an mich und endlich war auch der Moment der Geburt gekommen. Erst war das Köpchen zu sehen, dann konnte ich es deutlich zwischen meinen Beinen spüren und ertasten. Nochmal 2-3 Wellen später - die mir endlos vorkamen - konnte ich unsere zweite Tochter selbst empfangen - das schönste Gefühl dieser Erde! Ich war überglücklich und so stolz auf mich, auf die Leistung meines Körpers. Dank des Vertrauens in mich, dank der Hypnobirthing-Techniken brachte ich mein Baby so kraftvoll zur Welt - ohne Eingriffe von außen, ohne Schmerzmittel, ohne Verletzungen. Die Erfahrung war so genial. Ich fühlte mich gestärkt und voller Liebe. Dann warteten wir noch eine Weile auf meine Plazenta. Währendessen kuschelte ich viel mit unserer Baby-Maus und wir stillten das erste Mal - was ein herrlicher Moment! Was ein schöner Sonntagmorgen!


Zusammenfassend kann ich sagen: Meine Erfahrung mit Hypnobirthing war überwältigend positiv. Diese Methode hat mir nicht nur eine wundervolle sanfte und schöne Geburt ermöglicht, sondern auch mein Selbstvertrauen gestärkt - gerade nach den Erfahrungen der ersten Geburt. Ich ermutige alle werdenden Mütter, sich über Hypnobirthing zu informieren und am eigenen Körper zu erleben, wie es ihre Geburtserfahrung bereichern kann. Ich hoffe, mein Bericht macht auch anderen Mamas Mut, in ihren Körper zu vertrauen - schöne Geburten gibts tatsächlich! Und danke Anna, dass du mir für meine Geburt diesen Mut in mir gepflanzt hast!